Taufe

Taufsequenz

Erste Anlaufstellen für dieses Anliegen sind die Gemeindebüros (Hohenkreuz bzw. St. Bernhardt-Wäldenbronn). Dort erfahren Sie mögliche Tauftermine und auch die/den für Sie zuständige/n  Pfarrerin oder Pfarrer. Sie bzw. er wird im Vorfeld der Taufe mit Ihnen ein Taufgespräch führen, das Sie telefonisch vereinbaren.

In der Regel finden Taufen in einem Sonntag im Monat in den Gottesdiensten und an einem weiteren Sonntag im Monat um 14 Uhr in der St. Bernhardt-Kirche statt. Im aktuellen Gottesdienstplan sind Gottesdienste, in denen Taufen möglich sind, mit einem Sternchen gekennzeichnet. Taufen in "ein ANDERERgottesdienst" sind ebenfalls nach Absprache möglich.

Diese Seite soll Ihnen im Vorfeld Hilfestellung geben, über grundsätzliche Fragen zur Taufe nachzudenken, Ihnen aber auch die Gelegenheit geben, die Taufe Ihres Kindes vorzubereiten.

Was bedeutet die Taufe?

Die christliche Taufe geht zurück auf einen Befehl des auferstandenen Jesus. Dieser hatte zu seinen Jüngern gesagt: "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."

Wir verstehen die Taufe als ein Zeichen dafür, dass Jesu Sieg über den Tod einem Menschen geschenkt wird. Darum ist die Taufe auch, genau wie das Sterben und Auferstehen Jesu, einmalig.
In der Taufe empfängt der Mensch das Geschenk Gottes. Dieses Geschenk gilt ihm, Gott nimmt es nicht zurück. Es ist aber entscheidend, dass wir diesem Geschenk Gottes glauben. Das heißt, wir müssen es annehmen, dass Gott uns das (ewige) Leben schenkt, wir müssen darauf vertrauen. Ohne solchen Glauben hat die Taufe keine Kraft.
Bibelstellen zum Thema:
Matthäus 28,18-20; Römer 6,1-11; Markus 16,16.

Taufe und Kirchenmitgliedschaft 
Die Taufe begründet die Kirchenmitgliedschaft. Bei einem Übertritt von einer anderen Konfession oder einem Wiedereintritt wird die Taufe allerdings nicht nochmals vollzogen. Für die Anerkennung der Taufe einer anderen christlichen Gemeinschaft gilt, dass jede Taufe gültig ist, die mit Wasser und mit der trinitarischen Taufformel ("NN, ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes") erfolgt ist. 

Taufe von Kindern und Erwachsenen

In der evangelischen Kirche ist die häufigste Form der Taufe die Taufe von kleinen Kindern, genauer von Säuglingen. Die Kirche stellt keine Bedingungen an die Vernunft oder eine eigene Entscheidung des Täuflings. Die Säuglingstaufe macht besonders deutlich: Wir können und müssen vor Gott nichts leisten. Die Taufe ist ein Handeln Gottes an uns, sie ist ein Geschenk Gottes.

Warum lehnen manche christlichen Kirchen und Gemeinschaften die Taufe von kleinen Kindern und Säuglingen ab?
Einige christliche Kirchen und Gemeinschaften meinen, ein Mensch müsse zuerst glauben, bevor er getauft werden könne. Sie verstehen die Taufe nicht nur als Handeln Gottes und Geschenk, sondern in erster Linie als Akt des glaubenden Menschen, der sich durch seine Taufe zu Gott bekennt.

Taufe von Erwachsenen 
Die Taufe von Säuglingen ist zwar die häufigste Form der Taufe in der evangelischen Kirche, es gibt aber keine Festlegung des Taufalters. So ist zum Beispiel auch die Taufe mündiger Kinder möglich, sei es im Grundschulalter, sei es zur Konfirmation. Auch Erwachsene können getauft werden.
In allen diesen Fällen achtet die evangelische Kirche auf die Einmaligkeit der Taufe. Da für das richtige Verständnis der Taufe entscheidend ist, dass hier Gott am Menschen handelt, lehnt sie es ab, die Taufe zu wiederholen. 

Was ist Kindersegnung?

Anders als die Taufe ist der Segen nicht etwas, das dem Menschen nur einmalig widerfährt. In jedem Gottesdienst wird ein Segen gesprochen. Ein Segen gehört auch zur Taufe.

Es ist auch eine besondere Segnung von Kindern möglich. In vielen Gemeinden werden zum Beispiel Kinder, die in die Schule kommen, im Einschulungsgottesdienst gesegnet. So ist es auch denkbar, Kinder, die noch nicht als Säuglinge getauft werden sollen, zu segnen. In solchen Fällen ist darauf zu achten, dass diese Segnung durch ihre Ausgestaltung nicht mit der Taufe verwechselt werden kann.

Der Segen ist nicht an eine Amtsperson gebunden. Auch Eltern, Paten oder Großeltern können ihre Kinder segnen, zum Beispiel beim ins Bett bringen oder morgens vor dem Gang in die Schule.

Wie ist das mit den Paten?

Bei der Taufe von Kindern ist es üblich, für sie Patinnen und Paten einzusetzen. Die Paten tragen Mitverantwortung für die christliche Erziehung der Kinder. Dies versprechen sie auch im Taufgottesdienst.

In der evangelischen Kirche werden in der Regel mindestens zwei Paten bestellt, von denen mindestens einer Mitglied der evangelischen Kirche sein muss. Weitere Paten können auch Glieder anderer christlicher Kirchen sein, sofern diese Kirchen nicht die Praxis der Kindertaufe ablehnen. Zur Übernahme des Patenamts wird außerdem die Konfirmation (bzw. bei nicht-evangelischen Paten die Religionsmündigkeit, d. h. das Vollenden des 14. Lebensjahres) vorausgesetzt.

Wer darf Pate werden?
In der evangelischen Kirche darf jedes konfirmierte Kirchenmitglied Pate werden. Paten müssen sich durch eine Patenbescheinigung ausweisen. Sie erhalten den Patenschein bei Ihrem zuständigen Pfarramt.

Darf auch jemand Pate werden, der keiner christlichen Kirche oder einer anderen Religion angehört?
Nein. Da ein Pate mithelfen soll, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen, können nur Christen Taufpaten werden.

Kann man eine Patenschaft zurückgeben, löschen oder übertragen?
In der evangelischen Landeskirche in Württemberg können Paten auf ihren eigenen Wunsch hin aus dem Patenamt entlassen werden. Dagegen können die Eltern eines Kindes die Patenschaft des Paten nicht aufkündigen. Eine Patenschaft erlischt, wenn ein Pate die Voraussetzungen für die Patenschaft nicht mehr erfüllt, beispielsweise, wenn er keiner christlichen Kirche mehr angehört oder Mitglied einer Sekte wird. Wenn Paten aus ihrem Patenamt ausscheiden, ist es möglich, an ihrer Stelle nachträglich andere Paten zu benennen.

Können Tauffamilien bei der Tauffeier mitwirken?

Sehr gerne. 
Bei der Kindertaufe legen Eltern und Paten stellvertrend für Ihr Kind das Taufbekenntnis ab. Sie übernehmen dabei die Aufgabe ihr Kind auf dem Weg zu einem lebendigen Glauben zu begleiten. 

Mit aus diesem Grund bitten wir in der Regel die Eltern, dass sie für ihr Kind ein biblisches Wort (Taufspruch) aussuchen, das es auf seinem weiteren Weg begleiten soll. Damit die Auswahl etwas leichter fällt haben wir für Sie eine Liste von Taufsprüchen zum Download bereit. Sie können natürlich auch einen ganz anderen Bibelspruch wählen.

Wenn Sie möchten, können Sie auch überlegen, ob Sie einen Wunsch haben, welches Lied zur Taufe wir im Gottesdienst singen könnten. Wenn es mehrere Täuflinge gibt an Ihrem Tauftermin, müssen wir die Wünsche natürlich noch aufeinander abstimmen. Die Lieder zur Taufe finden Sie im neuen Evangelischen Gesangbuch unter den Nummern 200 bis 212 und 581 bis 583. (Wenn Sie kein Gesangbuch zu Hause haben, können Sie gerne aus unserer Kirche oder dem Gemeindezentrum Hainbachtal eines entleihen). 

Vielleicht würden die Patin oder der Pate sich gerne an den Fürbitten zur Taufe beteiligen.

Eine weitere gute Möglichkeit die Paten an der Vorbereitung zu beteiligen, ist die Gestaltung einer Tauferinnerungskerze, die dann in den Folgejahren am Tauf- oder am Geburtstag entzündet werden kann.

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