Landschaften statt Inseln

Wo haben Kinder und Jugendliche in unserer Kirchengemeinde ihre Orte? Ja, erfreulicherweise gibt es sie, Kinder und Jugendliche, die in unserer Gemeinde leben und aufwachsen. Und ja, Kinder- und Jugendangebote in unserer Gemeinde sind erfreulich vital. Nehmen wir sie angemessen wahr?
„Landschaften statt Inseln“ lautet eine Anregung unserer Landeskirche für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Unsere Inseln tragen Namen: Spielgruppe, Kinderchor, Kindergottesdienst, Jungschar, Konfi3, Konfirmandenarbeit, Pfadfinder, Jungbläser, offene Jugendarbeit. Es ließen sich weitere aufzählen.
Manche dieser Inseln sind groß, andere eher klein. Manche sind stark im Blickpunkt unserer gemeindlichen Öffentlichkeit, andere eher unscheinbar. Nicht immer gibt es Verbindungen zwischen diesen Inseln. Manche sind zwar attraktiv für die, die sie kennen, aber sie sind isoliert und haben wenig Verbindungen. Oft nehmen wir sie nicht im Zusammenhang wahr.
Als Kirchengemeinde sind wir nicht allein. Auf dem Feld der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist die Kooperation mit dem CVJM von zentraler Bedeutung. Die Herausforderung ist:
Wie können aus attraktiven, aber isolierten Insel-Angeboten anziehende Landschaften werden, in denen Kinder und Jugendliche gerne beheimatet sind? Wo liegt das Verbindende?
Diese Ausgabe unseres Gemeindebriefs will Sehhilfen anbieten. Kinder und Jugendliche mit ihren Bedürfnissen und Wünschen wollen wahrgenommen werden. Unsere kirchlichen Angebote für Kinder und Jugendliche sollen sichtbar werden. Das Profil evangelischer Jugendarbeit und das Selbstverständnis verschiedener Akteure soll erkennbar sein.
Vielleicht entsteht vor unserem inneren Auge dann so etwas wie eine Landschaft, in der Kinder und Jugendliche sich in unserer Gemeinde bewegen. Auf diese Landschaft kann man aus verschiedener Perspektive blicken. Eine Chance dies wahrzunehmen, bietet dieses Heft.
Viel Freude beim Entdecken,
Ihr Enno Knospe

 

 

 

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